Die Hängebrücke Blackforestline ist seit ihrer Eröffnung im Sommer 2023 das meistbesuchte neue Wanderziel des Südschwarzwalds. Sie überspannt das Wasenbachtal bei Todtnau-Aftersteg auf einer Länge von 450 Metern und führt 120 Meter über dem Talgrund. Damit gehört sie zu den längsten frei begehbaren Fußgänger-Hängebrücken in Deutschland — nur die Geierlay im Hunsrück und die Titan RT in Oberharz am Brocken sind länger.
Vom Wellnesshotel Sonnenhof & Sonnhalde in Ühlingen-Birkendorf braucht das Auto eine Stunde bis zum Parkplatz Aftersteg. Wir haben in den letzten zwei Jahren viele Gäste zur Brücke geschickt und einen Tagesablauf entwickelt, der den Andrang umgeht und die Region drumherum zeigt — wer früh anreist und einen Bogen über den Belchen plant, hat einen vollen Wandertag mit einem starken Abschluss in der Sauna.
Die Brücke wurde von der Familie Schweizer aus Todtnau gebaut, die in der Region seit Generationen mit Gastronomie und Tourismus zu tun hat. Sie ist als rein touristische Attraktion konzipiert; einen praktischen Verkehrsnutzen hat sie nicht. Der Bau dauerte etwa zwei Jahre, am 30. Juni 2023 fand die offizielle Eröffnung statt. Innerhalb der ersten zwölf Monate kamen nach Angaben der Betreiber rund 250.000 Besucher.
Konkret zur Brücke:
Die Brücke ist begehbar von 9 Uhr bis Sonnenuntergang. Bei Sturm, Eis oder starkem Schneefall wird sie aus Sicherheitsgründen geschlossen — die aktuelle Lage steht auf der Webseite der Betreiber.
Die Brücke ist nicht kostenfrei. Tickets werden im Servicegebäude am Parkplatz Aftersteg verkauft, online ist eine Reservierung mit Zeitfenster möglich. Stand 2026:
Wir empfehlen unseren Gästen ausdrücklich die Online-Reservierung. An Wochenenden und Feiertagen sind die Vormittagsslots oft schon Tage vorher ausverkauft. Wer ohne Reservierung kommt, steht im schlechtesten Fall eine Stunde in der Schlange.
Vom Sonnenhof & Sonnhalde in Ühlingen-Birkendorf:
Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich, aber umständlich. Vom Hotel mit Bus 7321 bis Bonndorf, weiter mit der Bahn nach Schopfheim und mit Bus 7300 nach Todtnau. Gesamtdauer rund drei Stunden, wir empfehlen das nur für Gäste ohne Auto.
Vom Parkplatz führt ein zehnminütiger Fußweg über einen breiten Schotterpfad zum Brückenkopf am Aftersteg. Wer Höhenangst hat, kann am Brückenkopf umkehren — es gibt einen Umgehungspfad durch den Wald, der die Brücke umrundet und auf der anderen Seite des Tals wieder herauskommt.
Über die Brücke selbst dauert es bei normalem Tempo zwölf Minuten. Wer fotografiert, braucht länger. Die Aussicht reicht bei klarem Wetter über den südwestlichen Schwarzwald bis zum Belchen-Massiv im Westen. Direkt unter der Brücke fließt der Wasenbach durch eine bewaldete Schlucht.
Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es einen Aussichtspunkt mit Bank, eine kleine Kapelle und einen Imbiss. Wer mehr Programm will, kann von dort weiterwandern.
Die meisten Gäste machen die Brücke als Stippvisite — eine Stunde, Foto, weiter. Wir empfehlen unseren Wandergästen aber, einen vollen Tag draus zu machen. Drei bewährte Routen:
Vom Parkplatz Aftersteg über die Hängebrücke, dann auf dem Stübenwasen-Pfad zum gleichnamigen Aussichtspunkt (1.388 m), zurück über den Belchen-Wanderweg zum Parkplatz. Lohnenswert besonders im Mai mit den Bergblumen und im Oktober mit dem goldenen Buchenwald.
Wie Variante 1, aber statt direkt zum Parkplatz zurück, weiter auf den Belchen-Gipfel (1.414 m). Bei klarem Wetter Blick bis ins Elsass und zu den Schweizer Alpen. Einkehr im Belchenhotel oder in der Belchen-Hütte. Rückweg über die Belchen-Seilbahn (8 € einfach, fährt bis 17 Uhr).
Wer die Brücke und den Wald von unten sehen will, geht vom Parkplatz hinunter ins Wasenbachtal, durch die Schlucht und an der Wasenbach-Quelle vorbei. Der Pfad führt unter der Brücke hindurch — ein anderer Blickwinkel auf das Bauwerk. Nichts für Sandalen, der Pfad ist matschig.
Die Brücke ist das ganze Jahr geöffnet (außer bei Sturm und Eis). Aus Erfahrung:
Die längsten Tage sind von Mitte Juni bis Mitte Juli — bis nach 21 Uhr hell, ideal für eine späte Tour ohne Andrang.
Trotz der spektakulären Inszenierung ist die Brücke kein Hochalpin-Erlebnis. Was reicht:
Was wir nicht empfehlen: Stöckelschuhe oder Flip-Flops (die Holzlatten der Brücke haben Lücken), Drohnen (sind im gesamten Brückenbereich verboten) und Selfie-Stangen über die Reling (gefährlich und untersagt).
Die Brücke ist ab dem Grundschulalter (etwa 6 Jahre) gut machbar. Jüngere Kinder können in einer Trage oder im Buggy mitgenommen werden — der Buggy muss aber große Räder haben (kleine Räder verhaken sich in den Holzlatten). Pulkartige Kinderwagen mit Schwenkrädern wirken über die ganze Brücke unhandlich.
Mit kleinen Kindern empfehlen wir den Umgehungspfad. Er ist gut beschildert, gut machbar mit Trage, und am Ende kommt man ohnehin am gleichen Aussichtspunkt heraus.
Hunde sind erlaubt, müssen aber an der kurzen Leine geführt werden. Sehr ängstliche Hunde fühlen sich auf der schwingenden Brücke unwohl — wir haben Gäste erlebt, die nach zehn Metern wieder umgekehrt sind. Wer den Hund vorher an Höhe und Schwingung gewöhnen will, übt das auf einer kürzeren Hängebrücke (zum Beispiel der Wutach-Hängebrücke bei der Schattenmühle, deutlich weniger spektakulär, aber gute Übung).
Die Brücke alleine ist 90 Minuten. Wer den Tag voll machen will, sollte einen oder zwei der folgenden Punkte einbauen:
Im „Haus der Natur“ am Feldberg-Pass (40 Minuten von der Brücke entfernt) gibt es eine kleine, aber gut gemachte Ausstellung über die Geologie und Tierwelt des Südschwarzwalds. Bei Regen oder mit Kindern ein guter Programmpunkt zum Abschluss des Tages. Eintritt kostenfrei.
Bei einem Drei-Tage-Aufenthalt schicken wir unsere Gäste meistens am Tag 2 zur Brücke. Tag 1 ist Anreise und ein kurzer Spaziergang in der Wutachschlucht (ab 25 Minuten Fahrt vom Hotel), Tag 2 die Brücke, Tag 3 entspannt am Schluchsee oder mit Wellness im Haus.
Im Paket „Drei Tage Schwarzwald-Highlights“ sind enthalten: drei Übernachtungen mit Verwöhn-Halbpension, Eintritt zur Hängebrücke für zwei Personen, Tagespicknick zum Mitnehmen, Wanderkarte und Routenvorschlag, volle Nutzung des Wellnessbereichs.
Preis: ab 198 € pro Person und Übernachtung im Doppelzimmer Komfort, mit dem Direktbucher-Vorteil von bis zu 35 Prozent gegenüber Buchungsportalen.
Eingeschränkt. Der Weg vom Parkplatz ist barrierefrei, die Brücke selbst hat einen ebenen Holzboden, ist aber durch Schwingung und Lücken zwischen den Brettern für Rollstühle nicht ideal geeignet. Rollatoren funktionieren mit Begleitung.
Ja, an jeder Stelle. Begegnungen sind durch die Breite von 85 cm möglich, allerdings eng.
Am Servicegebäude am Parkplatz Aftersteg, kostenfrei. Auf der gegenüberliegenden Talseite gibt es einen kleinen Imbiss mit Toilette.
Die Brücke wird ab Windgeschwindigkeit 80 km/h geschlossen. Wer schon auf der Brücke ist, wird per Lautsprecher zum Verlassen aufgefordert. In der Praxis kommt das ein paar Mal pro Jahr vor, vor allem im November.
Online-Tickets haben ein 60-Minuten-Zeitfenster für den Zutritt. Wer in dem Fenster nicht da ist, kann nicht mehr eintreten — Ticket verfällt.
Wir reservieren das Hängebrücke-Paket gerne mit Wunschdatum. Anfrage telefonisch unter 07743 9201-0, per E-Mail an info@sonnenhof-sonnhalde.de oder direkt online über die Pakete-Übersicht.